Exkursion ins Geldmuseum der Deutschen Bundesbank: Einblick in Geldpolitik und Falschgeld-Erkennung

Exkursion in das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt

Nach unserem Auftakt am Vormittag ging es für uns weiter ins Geldmuseum der Deutschen Bundesbank. Als integraler Bestandteil des Eurosystems setzt die Bundesbank die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in Deutschland um. Zu den Kernaufgaben der Zentralbank zählen:

  • Die Weitergabe der Leitzinsen an Geschäftsbanken
  • Die Vergabe von Krediten
  • Die reguläre Bargeldausgabe
  • Die Verwahrung der nationalen Goldreserven

In einer spannenden Führung haben wir nicht nur den Ursprung historischer Münzen unter die Lupe genommen, sondern vor allem viel über das Design und die Fälschungssicherheit unseres Bargelds gelernt.


Spannende Fakten über das Design der Euro-Banknoten

Bevor es an die Sicherheitsmerkmale ging, erfuhren wir zwei überraschende Details über unsere alltäglichen Geldscheine:

  • Fiktive Architektur: Die Brücken und Gebäude auf den Euro-Banknoten sind reine Fiktion. Es handelt sich um keine echten europäischen Sehenswürdigkeiten. Damit wird verhindert, dass einzelne Länder der Eurozone bevorzugt oder ausgeschlossen werden.
  • Die Unterschrift der EZB: Auf jedem Schein befindet sich oben links die gedruckte Unterschrift des amtierenden EZB-Präsidenten bzw. der -Präsidentin.

Falschgeld erkennen: Die „Fühlen-Sehen-Kippen“-Methode

Wie entlarvt man Falschgeld im Alltag? Im Geldmuseum durften wir die offizielle „Fühlen-Sehen-Kippen“-Methode zur Echtheitsprüfung von Euro-Scheinen kennenlernen. Diese besteht aus drei Schritten:

  1. Fühlen: Am linken und rechten Rand der Vorderseite lässt sich ein fühlbares Relief (eine spürbare Strichstruktur) ertasten.
  2. Sehen: Hält man den Geldschein ins Gegenlicht, wird das Wasserzeichen sichtbar. Es zeigt das Porträt der mythologischen Gestalt Europa.
  3. Kippen: Beim Bewegen des Scheins wandert ein heller Lichtbalken auf der glänzenden Smaragdzahl auf und ab.

Das Highlight: Einen echten Goldbarren anheben

Das absolute Highlight wartete zum Schluss der Führung auf uns: Im Museum ist ein echter Goldbarren aus den Beständen der Bundesbank ausgestellt, den Besucher selbst anheben dürfen.

💰 Ein schwerer Brocken:

Mit einem Gewicht von ca. 12,5 kg und einem aktuellen Gegenwert von knapp 1,5 Millionen Euro war das ein im wahrsten Sinne des Wortes gewichtiges Erlebnis.

Ein großes Dankeschön an das Team des Geldmuseums für diese spannenden und lehrreichen Einblicke!